Inhalt
 
Siedlungsgeschichte Bentstreek

Entwicklung der Ortschaft Bentstreek ab 1972

Bentstreek 1931

Luftbilder Bentstreek heute

Bürgerverein Bentstreek

Dorfjugend

B S V - Bentstreeker Sportverein

Handball

KBV „Laat’n loopen“ Bentstreek

Landwirtschaftlicher Zweigverein Marx - Bentstreek

Landfrauenverein Bentstreek und Umgebung

Die Freiwillige Feuerwehr Marx.

Chronik der Jugendfeuerwehr Marx

Jagdgenossenschaft

Wasser und Bodenverband
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Siedlungsgeschichte Bentstreek

 
 
Die Siedlungsgeschichte Ostfrieslands wurde in den letzten drei Jahrhunderten wesentlich von der inneren Kolonisation des Landes, der Urbarmachung und Besiedlung der Hochmoore, bestimmt. Zu den großen staatlichen Kolonisationsprojekten des 20. Jahrhunderts gehört auch der Aufbau Bentstreeks. Die Siedlung ist Teil des früher viele tausend Hektar großen Wiesmoors, das wegen seiner Verkehrsferne lange Zeit als landwirtschaftlich nicht nutzbar galt.
 
Man nahm früher überhaupt nur wenig Notiz von diesem Landstrich. So führt der Geschichtsschreiber Houtrouw in seinem Werk Ostfriesland – Eine geschichtlich-ortskundige Wanderung gegen Ende der Fürstenzeit nach der Beschreibung von Marx aus: „Wir könnten jetzt noch weiter südlich wandern, um die an der Oldenburgischen Grenze gelegenen Mühlenberger- und Bentmeere sowie das an der Grenze des Stickhuser Amts befindliche Bullenmeer in Augenschein zu nehmen und dann auch westlich über das große Bentstreeker Moor zum Hopelser Meer zu gelangen, aber wir ziehen es vor, auf diese abenteuerliche Wanderung zu verzichten, und auf gebahntem Wege von Marks aus nach dem westlich davon gelegenen und jetzt dahin eingepfarrten Hopels hinauszupilgern.
 
Eine Karte des Amtes Friedeburg aus der Mitte des 19. Jahrhunderts verzeichnet in der Gegend südlich des alten Hopelser Waldes lediglich das Mühlenberger Meer, das Große Bullen- oder Lengener Meer, das Kleine Ries-Meer und das Große Ries-Meer. Der alte Dreibrückenweg führte von Marx kommend bis in Höhe des Hopelser Waldes und fand dort damals seine kartographische Fortsetzung in einem `projektierten Weg` der bis zur Südgrenze des Amtes führen sollte. Westlich dieser geplanten Wegeführung lag das Bentstreek Moor, östlich davon ein namentlich nicht bezeichnetes Hochmoor.
 
In einer Abhandlung über die norddeutschen Moore aus dem Jahre 1912 heißt es dann eindrucksvoll: “Wenn man von Osten her aus dem bewaldeten Oldenburg kommt und heraustritt aus dem Dunkel der Bäume, so dehnt sich vor den Augen das Moor in einer Weite und Einsamkeit, die wahrhaft schauerlich wirkt. Stumpf und öde, wie eine leere Bettlerfaust, liegt die Landschaft da“.
 
Das Moor – jahrhundertlang abweisend und verlockend zugleich. Mit dem Urbarmachungsedikt des Preußenkönigs Friedrich d. Gr. Von 1765 waren Ostfrieslands Hochmoore zu Staatseigentum erklärt worden.

Zu Verwaltungszwecken teilte man sie später in Gutsbezirke ein, sie waren nicht Teil der Gemeinden.
Der südliche Teil des Wiesmoores bildete den Gutsbezirk Friedeburger Wiesmoor und erstreckte sich von Marcardsmoor bis an die Grenze des Kreises Leer. Mit der Bildung der politischen Gemeinde Wiesmoor – hier ließen sich kurz nach der Jahrhundertwende die ersten Siedler nieder – wurde dieser Gutsbezirk in einen nördlichen und südlichen Teil getrennt. Aus Teilen des „Friedeburger Wiesmoores südlicher Teil“ ist die Gemeinde Mullberg entstanden, die aber später in die Großgemeinde Wiesmoor einbezogen wurde. Den Rest des südlichen Teiles bezeichnete man fortan als „Gutsbezirk Friedeburger Wiesmoor östlicher Teil“.
 
Im Zuge ihrer Kultivierungsarbeiten nahm die preußische Domänenverwaltung dieses Gebiet um 1915 in Angriff. An dem Verbindungsweg Oltmannsfehn-Marx wurden etwa ein Kilometer nördlich der Kreisgrenze Wittmund/Leer drei Gebäude errichtet. Zwei von ihnen dienten der Unterbringung von Strafgefangenen, die zu Kultivierungsarbeiten herangezogen wurden. Das dritte war ein Wirtschaftsgebäude. Bis zum Jahre 1918 konnten nur etwa 20 Hektar Hochmoor in einen kulturfähigen Zustand versetzt werden, schließlich kamen die Arbeiten fast ganz zum Stillstand. Zu Beginn der zwanziger Jahre wurden sie aber verstärkt fortgesetzt, so dass bis 1926 rund 200 Hektar Moorboden urbargemacht werden konnten, Darüber hinaus entstand 1922 ein zweites Wirtschaftsgebäude, das gleichzeitig einem Beamten der Moorverwaltung als Wohnhaus diente.


 
Ende der zwanziger Jahre wurden umfassende Siedlungspläne erarbeitet, so dass der Landeskulturamtspräsident in Hannover der Domänenabteilung der Regierung Aurich als Siedlungsunternehmer im Oktober 1929 die Genehmigung zur Bildung einer Kolonie mit 109 Ansiedlungen im östlichen Teil des Friedeburger Wiesmoores erteilen konnte. Ein Aufteilungsplan sah ursprünglich die Errichtung von 99 Siedlerstellen zur Größe von etwa 10 Hektar und von 10 Handwerksstellen zur Größe von zwei bis fünf Hektar vor. Der Aufteilungsplan wurde jedoch nicht wie vorgesehen verwirklicht, denn während die bis 1934 auf Hochmoor ausgegebenen Stellen an der Hauptstraße und am Schweinebrücker Weg wie geplant nur etwa 10 Hektar groß waren, sind später die im westlichen Teil Bentstreeks auf Sandboden ausgegebenen Siedlerstellen bis zu einer Größe von 16 Hektar ausgewiesen worden.
 
Anfang 1931 wurde die Siedlungstätigkeit aufgenommen.
 
Als erster Siedler ließ sich der Bauhandwerker Wiard Siefkes auf der Handwerkerstelle mit 5 ha Kulturland nieder.
Ihm folgten im gleichen Jahre:
 
Hinrich Müller
Helmer Taute
Harm Schoon
Wientje Schoon
Hermann Boekhoff jun.
Hermann Boekhoff sen.
Gerhard Röben
Cornelius Schulte
Reinhard Nannen
Wilhelm Steenblock
Meino Hasselder
 
Bis zum Jahresende 1931 konnten 13 landwirtschaftliche Siedlerstellen zur Größe von je 8 – 12 Hektar, bestehend aus zwei Dritteln Kulturland und einem Drittel Ödland, sowie eine Handwerkerstelle mit 5 Hektar Kulturland verkauft werden. Das Kulturland wurde für 650,- bis 1.000,- RM je Hektar abgegeben, das Ödland kostete 350,- RM je Hektar. Die Neusiedler waren verpflichtet, innerhalb von drei Jahren ein Wohn- und Wirtschaftsgebäude zu errichten. Darüber hinaus wurde ihnen auferlegt, jährlich einen halben Hektar Ödland zu kultivieren. Ebenfalls im Jahre 1931 konnten 5 unkultivierte Siedlerstellen an Kolonisten aus dem angrenzenden Oltmannsfehn verkauft werden Von ihnen forderte man einen Kaufpreis von 300,- RM je Hektar und verpflichtete sie, innerhalb von 5 Jahren zu bauen.
 
 
 
 
 
Mit Verfügung des Regierungspräsidenten in Aurich vom 4. August 1931 wurde der Siedlerkolonie offiziell der Name „Bentstreek“ als Ortsteilbezeichnung beigelegt. 


   
  


   
 

 
 
 
 


Dieser Name ist auf das Bentgras, einer typischen Moorpflanze, zurückzuführen.

siehe auch : Ostfriesisches Wörterbuch von Circ Heinrich Stürenburg 
 
 
 
 
Schon im vorigen Jahrhundert sprach man von dem südlich von Marx an der oldenburgischen Grenze liegenden Bentmeer und von dem großen Benstreeker Moor. Der von Hopels über `dree Pütten`nach Remels führende uralte Weg führte auch den Namen Bentstreekweg. Gleichfalls im Jahre 1931 wurde aus den Reihen der Siedler ein Gutsvorsteher-Stellvertreter bestellt, der die Belange des Domänenfiskus zu vertreten hatte, daneben aber auch Sprecher der Siedlergemeinschaft war.

Dieses Amt bekleidete Heinrich Piening.
 
 
Besonders in den dreißiger Jahren wuchs die neu angelegte Siedlung rasch. Im Februar 1932 wurde erstmals ein Kind in Bentstreek geboren. Auch begann man in diesem Jahre mit dem straßenmäßigen Ausbau des Verbindungsweges Oltmannsfehn – Marx. Im Sommer 1933 konnte die Straße fertiggestellt werden.
Die Kinder besuchten zunächst die Schule des Nachbardorfes Ockenhausen, doch schon 1935 entstand in Bentstreek ein einklassiges Schulgebäude. Zwei Jahres später, 1937, wurde ein Friedhof angelegt. 1940 schließlich erhielt man Anschluss an das Leitungsnetz der Überlandzentrale Wiesmoor. Auch im immer noch einsamen Moor begann der Strom, die Welt zu verändern.
 
Im Jahre 1938 gab es in Bentstreek 807 Hektar Kulturland, wovon 671 Hektar als Grünland und 136 Hektar als Ackerland genutzt wurden. Bis 1939 wuchs die Zahl der Siedlerstellen auf 58 mit insgesamt 275 Einwohnern an.
 
Der zweite Weltkrieg unterbrach diese stete Aufwärtsentwicklung. Viele Bentstreeker wurden zum Kriegsdienst eingezogen.


 
Gefallen oder vermisst sind:
 
Theodor Schoon * 9.3.15, + 12.9.39
Erich Goesmann * 27.9.19, + 8.7.41
Jann Weber * 23.9.09, + 5.2.42
Günther Woltermann * 5.4.21, + 28.9.42
Helmut Mechau * 12.2.24, + 7.3.43
Dirk Madena * 23.5.08, + 14.3.43
Heinrich Wefer * 13.5.12, +16.9.43
Walter Hering * 23.4.16, + 23.9.43
Hinrich Renken * 4.5.08, + 16.3.44
Richard Wilms* 23.10.12, + 10.11.44
Heiko Schoon * 11.4.10, + 14.12.44
Helmuth Graichen * 10.3.12, verm. 14.1.45
Theodor Möschel * 4.2.12, + 27.2.45
Eduard Krull* 8.9.09, +31.12.45
Herbert Heiken * 4.9.27, + 17.6.45
Hinrich Boekhoff * 8.4.12, + 13.10.45.
 
 
Ein knappes hundert Flüchtlinge, von denen die ersten im März 1945 kamen, fanden nach dem zweiten Weltkrieg in Bentstreek eine neue Heimat. Einige von ihnen konnten in den Baracken der 1940 zum Schutze des Flugplatzes Marx errichteten Flakstellung unterkommen, der größte Teil musste jedoch bei den einheimischen Siedlern untergebracht werden.
 
Ein Teil der Vertriebenen ließ sich in Bentstreek ständig nieder. Die Mehrzahl jedoch verzog schon nach kurzer Zeit, weil sich im Dorf eine neue Existenzgrundlage nicht so ohne weiteres aufbauen ließ.
 
Obwohl in den ersten Nachkriegsjahren einige Stellen von der Siedlungsbehörde als Pachtsiedlungen ausgegeben wurden, setzte man die planmäßige Besiedlung Bentstreeks erst in den Jahren 1949/50 fort. Die landwirtschaftliche Nutzfläche belief sich 1949 auf annähernd 850 Hektar. Der Nachkriegsabschnitt der Siedlungstätigkeit umfasst die Ausweisung von 25 Neusiedlungen. Von diesen 25 Neusiedlungen war 7 landwirtschaftliche Nebenerwerbsstellen und 18 Vollerwerbsstellen zur Größe von je 14 – 18 Hektar. 1949 wurden 11 Siedlerhäuser gebaut, 1950 waren es 4 und der Rest folgte in den nächsten Jahren. Weitere 135 Hektar wurden für die Aufstockung der Altbetriebe zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus erhielten die politische Gemeinde Bentstreek und die Kirchengemeinde Ockenhausen nochmals Landdotationen für die Gemeinschaftsaufgaben. In den Jahren 1968/69 wurde das staatliche Siedlungsverfahren abgeschlossen.
 
Die Verwaltung Bentstreeks, des Gutsbezirkes Friedeburger Wiesmoor östlicher Teil, lag bis 1954 in den Händen der Domänenverwaltung. Allerdings berief die britische Militärregierung, wie überall in Norddeutschland, auch in Bentstreek Ende 1945 eine Gemeindevertretung, der
 
Wiard Siefkes
Menno Hasselder
Diedrich Röseler
Friedrich Helmers
Hermann Boekhoff
Gerhard Weber
Rindert Post
Johann Janssen
Johann Quathamer
Klaus Griese
Deeke Grüßing
Dietrich Ferdinand
 
angehörten. Am 14. Dezember 1945 trat diese Gemeindevertretung zu ihrer ersten Sitzung zusammen.
 
Zum Bürgermeister ernannte die Militärregierung Hermann Boekhoff.
 
Im Zuge der von der Militärverwaltung angeordneten allgemeinen Kommunalwahlen wurden 1946 in Bentstreek Gemeindewahlen durchgeführt, obwohl die Siedlerkolonie nach deutschem Recht immer noch nicht den Status einer politischen Gemeinde hatte.
 
Zu den wesentlichen Aufgaben in der Nachkriegszeit gehörte der Ausbau des Wegenetzes. So beschloss eine Ende 1947 einberufene Gemeindeversammlung, sich vordringlich des Schweinebrücker Weges und des Mullberger Weges anzunehmen. Als Baumaterial sollten Betonbrocken und Steine des früheren Marxer Flugplatzes Verwendung finden. Der Regierungspräsident in Aurich hatte einen namhaften Zuschuss und – was in diesen schweren Jahren noch wichtiger war – die erforderlichen Kraftstoffzuteilungen in Aussicht gestellt. Daneben verpflichteten sich alle Siedler zu Hand- und Spanndiensten. Weil aber zu dieser Zeit eine große Arbeitslosigkeit in Ostfriesland herrschte, boten die zuständigen Behörden Anfang 1948 an, den Wegebau in Bentstreek im Rahmen der Notstandsarbeiten zu übernehmen. Man einigte sich darauf, dass die Bentstreeker nur noch 600 Tagewerke für die Fertigstellung des Planums sowie für die Anfahrt der Steine und Betonbrocken als Eigenleistung zu erbringen hatten. So kam die Siedlergemeinschaft recht günstig und schnell zu einer Vergrößerung ihres Straßennetzes.
 
Im Jahre 1950 wurde das bislang einklassige Schulgebäude auf zwei Klassen erweitert. Das Gefangenenlager in Bentstreek wurde im Dezember 1951 endgültig aufgelöst.
 
Bereits 1948 war die von der Militärregierung berufene Gemeindevertretung aufgelöst worden; der Domänenfiskus hatte wieder seine alten Rechte verwirklicht und einen Gutsvorsteher-Stellvertreter eingesetzt. Die Siedlerkolonie war aber mit dem Ziele gegründet worden, zu gegebener Zeit eine selbständige politische Gemeinde zu bilden. Als Zeitpunkt hierfür war ursprünglich der vollständige Abschluss der Kultivierungsarbeiten ins Auge gefasst worden. 1948 waren noch etwa 200 Hektar Hochmoor nicht bebauungsfähig. Bestrebungen, Bentstreek der Großgemeinde Wiesmoor zuzuschlagen, scheiterten nach heftigen kommunalpolitischen Auseinandersetzungen.
 
Am 29. März 1951 beschloss der Kreistag des Landkreises Wittmund, dem Lande Niedersachsen die Auflösung des Gutsbezirkes Friedeburg Wiesmoor östlicher Teil und die Bildung der politischen Gemeinde Bentstreek unter Berücksichtigung kleiner Grenzkorrekturen vorzuschlagen. Nach umfangreichen Vorarbeiten beschloss der Landtag am 29. Juni 1954 das Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Bentstreek, das am 1. Juli 1954 in Kraft trat.
 
Am 26. September 1954 wählten die Bentstreeker ihren ersten Gemeinderat. An diesem Tage gingen von den 243 Wahlberechtigten 230 Bürger zur Wahl, das entspricht einer Wahlbeteiligung von annähernd 95 %. Um die Stimmen der Wähler bewarben sich zwei Gruppen, nämlich die Wählergemeinschaft Bentstreek und der Gesamtdeutsche Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BG/BHE). Jeder Wähler hatte drei Stimmen. In den Rat gewählt wurden vom GB/BHE Emil Venohr (52 Stimmen) und von der Wählergemeinschaft Bentstreek Hermann Boekhoff (154 Stimmen), Weert Dehne (42 Stimmen), Bernhard Harms (46 Stimmen), Friedrich Hellmers (71 Stimmen), Rindert Post (65 Stimmen) und Gerhard Wessels (34 Stimmen). Der Gemeinderat trat am 15. Oktober 1954 zu seiner ersten Sitzung zusammen und wählte Hermann Boekhoff zum Bürgermeister. Die Übergabe der Verwaltungsgeschäfte vom Domänenfiskus an die Gemeinde Bentstreek erfolgte am 27. Oktober 1954.
 
Im Jahre 1955 wurde Bentstreek durch einen bedeutenden Moorfund in der Fachwelt bekannt: Auf dem Grundstück des Siedlers Johannes Wiemken wurde Ende April 1955 bei Dränagearbeiten etwa 300 Meter nördlich seines Gehöfts ein menschliches Schienbein mit Fuß und Lederschuh entdeckt. Der Fundort befand sich in knapp einem Meter Tiefe. Zwischen dem Fuß und dem Schuh steckten Wollreste, die möglicherweise von einem Strumpf herrührten. Bemerkenswert ist, dass der Bundschuh nur aus einem Stück Leder bestand, das in der Knöchelgegend mit einem durch Löcher geführten Lederriemen zusammengehalten werden konnte. Das Besondere an diesem Fund jedoch war, dass es sich nicht um eine ganze Leiche, sondern um ein Bein handelte, das im Kniegelenk gewaltsam vom Körper abgetrennt worden war. Um festzustellen, ob diese Beschädigung bei den Dränagearbeiten oder schon in vorgeschichtlicher Zeit geschehen war, wurde der Fund eingehend untersucht. Dabei stellte sich erhaus, dass der Unterschenkel mit zwei Hieben eines scharfkantigen Instruments abgetrennt und erst dann ins Moor gekommen war. Vermutlich handelt es sich um eine Opfergabe aus der jüngeren Bronzezeit (etwa 1.000 bis 800 v. Chr.).

 
 
1957 überwehte ein Hoch von Schwerindustrie die kleine Landgemeinde: Bei gezielten Bohrungen stieß man in über 1.600 m. Tiefe auf ein hochwertiges Erzvorkommen. Das Bentstreeker Eisenerzlager soll zwar umfangreicher als das von Salzgitter sein, doch war aus Rentabilitätsgründen an einen Abbau des Vorkommens in einer solchen Tiefe nicht zu denken. Mehrere Bentstreeker Einwohner fanden damals Arbeit bei der Bohrfirma. Jahre zuvor schon, und war an zwei Tagen im November 1949, wurden Sprengungen zur Feststellung vermuteter Ölvorkommen unternommen. Die Bemühungen blieben aber ergebnislos.
 
Nach mehreren Anläufen wurde Bentstreek 1961 an das Wasserleitungsnetz des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes angeschlossen. Seit 1962 bildete die Gemeinde zusammen mit der Nachbargemeinde Marx einen Feuerlöschverband, nachdem die eigene Wehr aufgelöst worden war. 1957 riefen die Siedler einen Wasser- und Bodenverband ins Leben, auf dessen Initiative seit 1960 in verschiedenen Abschnitten mehrere hundert Hektar Ländereien einer Tiefkultur unterzogen und damit in ihrer Bodenqualität verbessert wurden.
 
Im Jahre 1963 beschloss der Rat der Gemeinde einen ersten Bebauungsplan, um die bauliche Entwicklung des Dorfes besser steuern zu können. Neuer Bürgermeister nach den Kommunalwahlen 1964 wurde Emil Venohr. 1966 trat die Gemeinde dem Schulzweckverband „Mittelpunktschule Friedeburg“ bei, ab November des folgenden Jahres besuchten die Schüler des 5.–9. Schuljahres die neue Mittelpunktschule in Friedeburg. Der Schulbetrieb in Bentstreek wurde 1972 gänzlich eingestellt. Das Schulgebäude verkauft. Im Mai 1973 schließlich wurde auf dem schon vor dem Zweiten Weltkrieg eingerichteten Friedhof eine ansprechende Friedhofskapelle eingeweiht.
 
Der Anfang der siebziger Jahre in Niedersachsen durchgezogenen Gemeindegebietsreform fiel auch Bentstreek zum Opfer. Jahrelang wurde über die geplante Reform diskutiert, und 1969 beschloss der Rat, dass nur ein Anschluss mit Zetel in Frage käme. 1970 sprach man sich für die Bildung einer Samtgemeinde mit Marx und Horsten aus. 1971 wandte man sich gegen Pläne, die die Bildung einer Samtgemeinde Friedeburg vorsahen und strebte wieder einen Anschluss an Zetel an. Der Gesetzgeber verwarf jedoch die Bentstreeker Vorstellungen, und das Dorf wurde Teil der im August 1972 gebildeten Großgemeinde Friedeburg, Bentstreeks erster Ortsvorsteher war Richard Franzen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Entwicklung der Ortschaft Bentstreek ab 1972 


 
Durch Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raum Friesland Wittmund vom 10. Mai 1972 wurde den Gemeinden des Alten Amtes Friedeburg ultimativ aufgegeben, entweder auf freiwilliger Basis eine Samtgemeinde zu bilden oder zwangsweise eine Einheitsgemeinde zu werden. Der Rat der Gemeinde Bentstreek wollte sich seinerzeitdiesem Diktat nicht beugen und sprach sich als einzige Gemeinde gegen eine Samtgemeinde Friedeburg aus, was allerdings dann zur Folge hatte, dass der Niedersächsische Innenminister durch Verordnung vom 31. Juli 1972 die Gemeinden Bentstreek, Etzel, Friedeburg, Hesel, Horsten, Marx, Reepsholt (Abickhafe, Dose und Hoheesche waren schon vorher mit Reepsholt zu einer Gemeinde vereinigt worden), Wiesede und Wiesedermeer auflöste und mit Wirkung vom 16. August 1972 zu einer Gemeinde Friedeburg zusammenschloss. Bentstreek hat somit das Verdienst oder – wie einige meinten – die Schuld, dass es im Raume Friedeburg seinerzeit nicht zur Bildung einer Samtgemeinde gekommen ist.
 
Bis zur Wahl des neuen Gemeinderates am 22. Oktober 1972 war ein 25-köpfiger Interims-Rat bestellt, in dem aus Bentstreek dessen bisheriger Bürgermeister Emil Venohr vertreten war. In der ersten Interims-Ratssitzung am 16. August 1972 wurden Theodor Behrends aus Marx als Bürgermeister und Alfred Hinrichs aus Wittmund als Gemeindedirektor gewählt. Bis zum Jahresende 1972 hat Emil Venohr die Verwaltungsgeschäfte in Bentstreek fortgeführt, um sie dann ganz der hauptamtlichen Verwaltung in Friedeburg zu übergeben.
 
Zur Gemeinderatswahl am 22. Oktober 1972 haben aus Bentstreek Richard Franzen und Georg Nannen kandidiert, die auch beide gewählt wurden.
 
Für die nächstfolgende Gemeinderatswahl am 03. Oktober 1976 kandidierten die Vorgenannten ebenfalls. Den Sprung in den Rat schaffte diesmal allerdings nur noch Richard Franzen, der für die Gemeinderatswahl am 27. September 1981 einziger Kandidat aus der Ortschaft Bentstreek war. Richard Franzen wurde vom Rat auch das Amt des Ortsvorstehers übertragen.
 
 
 
Die stellvertretenden Gutsverwalter, Bürgermeister und Ortsvorsteher Bentstreeks:
 
 
1931 – 1938 Heinrich Piening, stellv. Gutsvorsteher
1938 – 1940 Richard Hobbie, stellv. Gutsvorsteher
1940 – 1945 Deeke Grüßing, stellv. Gutsvorsteher
1945 – 1964 Hermann Boekhoff Bürgermeister
1964 - 1972 Emil Venohr Bürgermeister
01.01.1973 – 30.04.1989 Richard Franzen Ortsvorsteher
01.05.1989 – 31.10.1991 Eva Grüßing Ortsvorsteherin
01.11.1991 – 31.10.2001 Joachim Hobbie Ortsvorsteher
01.11.2001 - 31.10.2006 Heiko Heinks Ortsvorsteher
01.11.2006 - 31.10.2011  Eva Grüßing Ortsvorsteherin

01.11.2011-05.12.2012 Heiko Heinks Ortsvorsteher

06.12.2012-31.10.2016 Thomas Gerbracht Ortsvorsteher

ab 01.11.2016 Detlef Grüssing Ortsvorsteher
 
 
Auch seit der Zeit des Zusammenschlusses der Ortschaft Bentstreek mit anderen Ortschaften zu einer Großgemeinde sind die kommunalen Belange der Bentstreeker nicht vernachlässigt worden. Neben allgemeinen Förderungsmaßnahmen und Hilfen, wie sie allen Ortschaften in etwa gleichem Maße nach de jeweiligen Bedarf zuteil werden sind in Bentstreek in erster Linie straßenbauliche Verbesserungen durchgeführt worden. Aufgrund der kontinuierlich durchgeführten Straßenbaumaßnahmen verfügt Bentstreek heute über ein ausgezeichnetes Straßennetz. Auch in Zukunft muss die Gemeinde den Straßen in Bentstreek ein besonderes Augenmerk schenken, da diese dort wegen des teilweise noch vorhandenen Mooruntergrundes einem erhöhten Verschleiß unterliegen.
 
Die positive Entwicklung in Bentstreek ging weiter und so wurde von der
Gemeinde Friedeburg ein Areal von .1,2 ha Bauland für Bauwillige in
Bentstreek zur Verfügung gestellt.
Da Bentstreek jedoch immer noch nicht der Nabel der Welt ist, gab es einige Anlaufschwierigkeiten, um es jungen Bauwilligen schmackhaft zu machen, in einer unberührten, sehr schönen, weiten Landschaft zu bauen.
 
Es wurde sogar im Februar 1978 in hiesigen Zeitungen mit einer eindrucksvollen Annonce geworben:


Erschließung eines Baugebietes.
 
In Bentstreek kann man billig bauen! Im Bebauungsgebiet 1 hinter der Gaststätte „Heidekrug“ wo zehn Bauplätze ausgewiesen sind, liegt der Quadratmeterpreis bei 2 DM (!) Allerdings kommen die Kosten für die Erschließung hinzu, mit der in Kürze begonnen werden soll. Die Gemeinde hält im Augenblick eine „einfache Erschließung für ausreichend; darunter versteht sie einen Sandkasten mit Baustraße und Oberflächenentwässerung. Allerdings müsste zuvor die vorhandene Moorschicht entfernt werden. Die Erschließungskosten werden auf 90 000 DM (oder umgerechnet 8,50 DM pro Quadratmeter) geschätzt. Bauwillige – bislang sind fünf Kaufinteressenten vorgemerkt – müssten eine Vorauszahlung von 5 DM/qm leisten.
 
 
Und es ging voran. Am 15.September 1979 wurde das erste Wohnhaus in der neuen Siedlung Bruthörn bezogen. Bei Baubeginn war es eine Wildnis und auch wir „Jungen“ hatten damals ein wenig das Gefühl noch „Pionierarbeit“ zu leisten.
Es war ein Gebiet ohne erkennbare Straße und nur Bäume und Sträucher, aber es sollte ja unser zukünftiger Lebensraum werden. Nur einige Kinder aus Bentstreek waren nicht glücklich, nahmen wir Ihnen doch Ihren Abenteuerspielplatz.
 
Nach und nach entstanden 10 schmucke Einfamilienhäuser. Auch die Einwohnerzahl Bentstreeks nahm durch dieses Bebauungsgebiet einen positiven Verlauf. Ganze 41 neue Mitbürger zählte die Siedlung Ende der achtziger Jahre.
 
1999. wurde die Siedlung erweitert. Es sind 18 Bauplätze ausgewiesen und 5 Einfamilienhäuser bereits entstanden. Jedoch auch heute ist es leider immer noch sehr schwierig Bauwillige zu finden, die sich in dieser etwas abgelegenen aber überaus reizvollen Gegend niederlassen wollen.
 
 
 
Ebenso hat sich durch die Gründung des Bürgervereins im Erscheinungsbild von Bentstreek einiges verändert. Aus dem alten Feuerlöschteich neben dem Heidekrug, der mehr einem Tümpel für Abfall und Gerümpel, als einem Feuerlöschteich glich, ist ein schöner Platz entstanden, womit den Bentstreeker Pionieren ein Denkmal gesetzt wurde. Bevor es jedoch so weit war, hat dieser Platz hohe Wellen geschlagen. (siehe. hierzu die Zeitungsberichte weiter unten)
 
Auch einen schönen Wanderer-Unterstand, um beim Radeln oder Spazieren durch Bentstreeks schöne Natur eine Rast einzulegen, wurde erstellt.
 
Ein Aussichtsturm am Lengener Meer ermöglicht es, die hiesige Vogelwelt zu beobachten.

 
 

 
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bentstreek 1931
         
  
 

 

 






 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Luftbilder Bentstreek heute 
 
 
 
       
  







 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bürgerverein Bentstreek
 
Zwischen Alpenrand und Nordseestrand haben Bürgerinitiativen unterschiedlichster Art und Zielrichtung Hochkonjunktur. Im ländlichen Raum wächst die Zahl der Bürgervereine, warum nicht auch in Bentstreek einen Bürgerverein gründen?
 
Diese Überlegungen hatten Deeke Grüßing und Heinz Boekhoff schon einige Zeit und wollten sie nun umsetzen. Am 26. März 1987 wurden alle Bürger Bentstreeks zur Gründungsversammlung in den Heidekrug eingeladen und 53 Einwohner folgten dieser Einladung.
 
Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:
 
Deeke Grüßing, 1. Vorsitzender
Linda Carstens, 2. Vorsitzende
Brunhilde Tapper, Schriftführerin
Joachim Hobbie Kassenführer.
 
Leider verstarb unser sehr aktiver 1. Vorsitzender, Deeke Grüßing viel zu früh am 23.10.1995
 
Karin Harms übernahm dann bis zur Jahreshauptversammlung am 20.04.1998 die Leitung des Bürgervereins als 1. Vorsitzende.
 
Seit dieser Zeit ist Günther Marken 1. Vorsitzender.

Die Wünsche und Belange der Bürger von Bentstreek zu fördern und sie Verwaltungen und Institutionen gegenüber zu vertreten, waren die Grundgedanken, die nun schon über Jahre vom Vorstand beherzigt und auch nach Möglichkeit umgesetzt werden.
 
Von 53 Mitgliedern bei der Gründungsversammlung ist die Mitgliederzahl zwischenzeitlich auf 145 gestiegen. Heute zählt der Bürgerverein 135 Mitglieder.
 
Im Laufe der Jahre haben die Vorstandsmitglieder, sowie einige aktive Bentstreeker Bürger viele Projekte in unserer schönen Ortschaft umsetzen können.
 
Inmitten einer sehr schön angelegten Grünfläche wurde ein Gedenkstein aufgestellt. Zwei Bänke laden viele Besucher zum Verweilen ein. Am Flakstellungsweg wurde ein Wandererunterstand errichtet. Dieser Unterstand bietet sich für Wanderer, Radfahrer und auch für Gruppen bestens an, um eine Pause einzulegen.
 
Zum 75-jährigen Jubiläum hat der Bürgerverein an allen Zufahrtsstraßen Willkommensschilder aufgestellt, die Besucher oder Durchreisende auf unsere schöne Ortschaft hinweisen.
 
 
Schon in der Satzung von 1987 ist vermerkt, dass der Bürgerverein sich für die Erhaltung ländlichen Brauchtums und die Pflege überlieferter Sitten und Bräuche einsetzt. Daher wird z.B. jedes Jahr zum gemeinsamen Abbrennen des Osterfeuers eingeladen.
Gleichzeitig mit der Gründung des Bürgervereins wurde die Theatergruppe Bentstreek ins Leben gerufen. Diese Theatergruppe besteht aus einer kleinen aber sehr guten Gemeinschaft von Laienspielern, die in diesem Jahr bereits zum 20. Heimatabend einladen.
 
Auch weiterhin wird der Vorstand, um den 1. Vorsitzenden Günther Marken, aktiv Projekte vorantreiben, die unsere Ortschaft Bentstreek noch attraktiver machen.
 
 
Dem jetzigen Vorstand gehören an:
 
1. Vorsitzender:  Günther Marken
2. Vorsitzender: Dieter Simmering
Schriftführerin: Brunhilde Tapper-Marken
Kassenführerin: Petra Rogge
 
Beisitzer:
 
Christa Siefkes-Meyer
Helga Baumann
Günther Ferdinand
Johann Janssen
Gerd Reiners
Gerit Weber
 

 

 
 



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dorfjugend
 
 
Wie in vielen Dörfern in Ostfriesland hat sich vor ca. 40 Jahren auch in Bentstreek die Dorfjugend zusammengeschlossen.
 
Beim ehemaligen Kaufmannsladen Weidhüner, an der Bentstreeker Straße wurde ein Maibaum von der Jugend des Dorfes errichtet und da alle mit viel Begeisterung und Spaß bei der Sache waren, traf man sich anschließend immer wieder und fand genügend Gründe zum Feiern und zum Arbeiten.
 
Es wurden bei Hochzeiten die Ehrenbögen erstellt und kräftig gepoltert oder bei runden Geburtstagen, vor allem wenn es um den dreißigsten ging, wurde allerlei „Blödsinn“ ausgeheckt um das jeweilige Geburtstagskind zu überraschen.
Auch beim Bentstreeker Erntefest kann auf die Dorfjugend immer gezählt werden. Besonders bei der alljährlichen Disco unterstützt die Dorfjugend den Sportverein und es kann nicht auf sie verzichtet werden
 
Ebenso beim Maislabyrinth vor zwei Jahren und auch in diesem Jahr kann man sich auf die Dorfjugend, die schon seit mehreren Jahren von Nicole Tapper geleitet wird, verlassen.
 
Es ist sicher der Wunsch aller älteren Einwohner von Bentstreek, die nicht mehr zur Dorfjugend gehören, dass sich auch hier in unserem schönen Dorf diese alte Tradition noch lange fortsetzen wird.
 
 
 
 

 

 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
B S V- Bentstreeker Sportverein
 
 
1969 wurde nach Absprache mit der örtlichen Jugend von Egbert Eggert die Gründungsversammlung einberufen.
 
Am 10.10.1969 wurde der erste Vorstand gewählt:
 
1.Vorsitzender : S. Eckleben   Obmann: B. Eckleben
2. Vorsitzender: D. Willms   Trainer: E.Eggert
Kassenführer : R. Sanders   Jugendwart: E.Bruns
Schriftführer: B.Gahl    Betreuer: R.Müller, H. Grüssing


Der Verein hatte 1969 50 Mitglieder.
 
Die Vereinswirtin M. Harms stellte ihr Land hinter der Gastwirtschaft als Sportplatz zur Verfügung. Als Umkleidekabine überließ die Gemeinde Friedeburg dem Verein das alte Feuerwehrhaus. Der Platz wurde in Eigeninitiative in Zusammenarbeit mit den Bentstreeker Bauern in optimalen Zustand gebracht, so dass schon im Jahr 1971/72 der Spielbetrieb aufgenommen werden konnte. Die Spielsaison wurde mit einer Herren- und einer Jugendmannschaft begonnen. Die Herren-Mannschaft erreichte einen sehr guten 3. Platz. Zwischenzeitlich bestand auch eine II Mannschaft.
 
Während man 1973 die Meisterschaft und somit den Aufstieg schaffte, stieg man 1974 nach einer Entscheidung des Sportgerichts wieder ab. Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung konnten wir jedoch schon im nächsten Jahr wieder aufsteigen. 
 
 
 
1977/78 wurde der Sportplatz wiederum in Eigenleistung mit Zuschüssen der Gemeinde sowie des Kreissportbundes renoviert. Im Herbst 1978 konnte der Spielbetrieb wieder fortgeführt werden.

 
 
Anfang der achtziger Jahre spielte die Mannschaft jährlich im oberen Mittelfeld. In der Saison 1985/86 wurde der BSV unter Trainer Manfred Tellner Meister der 1. Kreisklasse und stieg in die Kreisliga auf. Diese Klasse konnte leider nur ein Jahr gehalten werden. 
 
 
 
 
 
 
Unter den Trainern Karl-Heinz Hellmers, Peter Tapper und Karl-Heinz Gahl spielte die Mannschaft in den neunziger Jahren einen attraktiven Fußball und verschaffte dem Verein im Kreisverband Wittmund viel Respekt.
 
Im Juni 2000 wurde mit dem VfL Mullberg aufgrund personeller Probleme beider Vereine eine Spielgemeinschaft gegründet. Als Trainer der ersten Herrenmannschaft war weiterhin Karl-Heinz Gahl tätig. In der ersten Saison wurden 3 Mannschaften gemeldet. 2003 wurde K.-H. Gahl von Gerd Bohlen und dieser 2005 von Manfred Sandersfeld als Trainer abgelöst. Mit ihm wurde die SG Bentstreek-Mullb. Meister der ersten Kreisklasse Wittmund und stieg erneut in die Kreisliga Aurich / Wittmund auf.
 
 
 
 
 
Seit 1970 veranstaltet der Bentstreeker Sportverein all-jährlich sein traditionelles Erntefest. Dieses Dorffest hat Bentstreek weit über die Grenzen der Gemeinde Friedeburg durch die originell und fantasievoll gestalteten Erntewagen bekannt gemacht.
 
 
 
 
Folgende Personen bekleideten das Amt des 1.Vorsitzenden :
 
 
1969-70 Siegfried Eckleben†  
1970-75 Reinhard Sanders
1975-78 Diedrich Grüssing †
1978-80 Dieter Erdmann
1980- 12.02.91 Peter Tapper †
1991-2002 Helwig Grüssing
Ab 2002 Günter Schulte
 
 
 
 
Der heutige Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
 
1. Vors G. Schulte Obmann E. Sanders
 
2. Vors.  H. Heinks 2. Vors.  A. Meyer
 
Kassenf. E. Gahl Schriftf. E.Kusch
 
 
 

 

 
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Handball
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Nachdem die Frauen bzw. die Freundinnen der Bentstreeker Fußballspieler sich einig waren, auch selbst „aktiv“ Sport zu treiben, und Egbert Eggert sich als Handballtrainer anbot, wurde 1974 die Damenhandballmannschaft des Bentstreeker Sportvereins gegründet.
 
Nach anfänglichen „theoretischen Übungen“ konnten wir, da uns die Gemeinde Friedeburg die Sporthalle in Reepsholt zur Verfügung stellte, auch mit den „Praktischen Übungen“ beginnen.
 
Das erste Spiel fand dann schon bald auf dem Bentstreeker Sportplatz gegen die Mannschaft aus Plaggenburg statt. Wir verloren unerwartet knapp mit 3 : 5 Toren. Daraufhin entschlossen wir uns 1976 am Punktspielbetrieb teilzunehmen.
 
1977 – 1979 übernahm Wilfried Becker das Training. Ihm folgten kurzfristig Karl-Heinz Gahl und Peter Tapper. Da beide selber noch aktive Fußballspieler waren, hatten sie nicht immer Zeit, die Damen während ihrer Punktspiele zu begleiten.
 
Aus dieser Situation heraus kam es zu einem Glückstreffer. Hans-Heinrich Schrievers sah uns 1979 bei einem Punktspiel in Sillenstede und war sofort bereit, unser Trainer zu werden.
 
Hans-Heinrich Schrievers steigerte unser Spielniveau!
Unter seiner Führung gelang uns unser bisher größter Erfolg, wir konnten am? den Kreispokal gewinnen.
 
Nach Hans-Heinrich Schrievers übernahm Holger Ehmann das Training. Dieser wurde von unserem langjährigen Trainer Andreas Reimann (10 Jahre) abgelöst. Anschließend übernahm Frerich Hagedorn (5 Jahre) das Amt.
 
Seit 2003 trainiert Elisabeth Gahl die Mannschaft. Der Kader umfasst 21 Spielerinnen!!! Alle sind mit viel Elan, Begeisterung und Spaß bei der Sache.
 
 

  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
KBV „Laat’n loopen“ Bentstreek
 
 
Gründungsjahr:  22. August 1958
 
Vorstand 2006:  1. Vorsitzender: Jan Piet de Vries
  2. Vorsitzende : Marlies Baumann
  Schriftführerin: Melanie Baumann
  Kassenwart: Günter Griese
 
Der KBV Bentstreek wurde am 22. August 1958 im Heidekrug Bentstreek gegründet. Der 1. Vorsitzende des KBV Bentstreek war Werner Weidhüner. Er bekleidete dieses Amt ab der Gründung bis zum 05.01.1963. Bis zum Jahre 2006 folgten noch neun weitere 1. Vorsitzende.
 
In den vorangegangenen Jahren wurden viele Freundschaftswettkämpfe mit benachbarten Vereinen bestritten, einige Bentstreeker waren auch in umliegenden Vereinen aktiv.
Daher hatte man sich entschlossen, einen eigenen Boßelverein zu gründen.
 
Dass Bentstreek in vielerlei Hinsicht eine Besonderheit ist, zeigt sich auch im Boßelsport:
Politisch gehört Bentstreek seit der Gebietsreform von 1972 zur Gemeinde Friedeburg
-         also räumlich zu Ostfriesland -, sportlich gesehen jedoch zum Landesverband Oldenburg, und zwar seit 1960!
-         
Joachim Hobbie, der 20 Jahre lang 1. Vorsitzende war, hat es einmal so formuliert:
 
„Wi sünd Ostfreesen, man uns Boßelhart sleit oldenbörgsch!“
 
Für die Bentstreeker Boßeler ist also jeder Wettkamp ein Länderkampf und spornt den Ehrgeiz somit noch zusätzlich an.
 
In den Anfangsjahren bestanden die sportlichen Aktivitäten vor allem in der Durchführung von Freundschaftswettkämpfen. Der erste Wettkampf wurde am 27. September 1959 gegen den Boßelverein Mullberg-Hopels ausgetragen. Im Jahre 1976 nahmen erstmals Mannschaften des KBV Bentstreek am Punktspielbetrieb des Kreisverbandes „Friesische Wehde“ teil. Es handelte sich um eine Männer I und eine Schülermannschaft. Bereits während der Saison 1977/78 gelang der Aufstieg in die Kreisliga.
 
Insgesamt besteht der Verein aus über 200 Mitgliedern. Davon sind 2 Männer- und 2 Frauen- sowie mehrere Jugendmannschaften beim aktuellen Wettkampfgeschehen vertreten. Die I. Männer wirft in der Bezirksklasse; die II. Männer in der II. Kreisklasse. Die I. Frauen wirft in der Kreisliga, die II. Frauen in der II. Kreisklasse. Die Frauen können im kommenden Jahr bereits auf 25 Jahre aktive Wettkampfteilnahme zurückblicken.
 
Die sportliche Entwicklung und Leistung wird durch viele Medaillen und hervorragende Platzierungen bei den Einzelmeisterschaften auf Kreis-, Landes- und FKV- Ebene alljährlich unter Beweis gestellt.
 
 
 

 

 
 


Jugendmannschaft von 1981

 

 
 
 
 
 


Freundschaftsspiel Bentstreeker Boßelverein gegen Bentstreeker Sportverein von Juli 1981

 

 
 
 


Gruppenfoto des Boßelverein KBV-Bentstreek 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Landwirtschaftlicher Zweigverein Marx - Bentstreek 

 
 
 
 
 
Der landwirtschaftliche Zweigverein Marx - Bentstreek wurde am 19 Januar 1967 von den Landwirten aus Marx und Bentstreek gegründet und zählte damals 145 Mitglieder.
Als erster Vorsitzender wurde Theodor Behrends“„ aus Marx gewählt.
 
Der Verein sah seine Aufgabe in der berufstechnischen Vertretung der Mitglieder. In den folgenden Jahren steigerte sich die Mitgliederzahl auf über 180.
Ab 1987 wurde der Verein von Deeke Grüßing aus Bentstreek geleitet und seit 1996 von Edo Heinen aus Marx.
 
Die Struktur der landwirtschaftlichen Mitgliedsbetriebe hat sich seit 1967 stark verändert. Viele kleinbäuerliche Betriebe wurden aufgegeben, die anderen Betriebe wuchsen. Die Zahl der Mitglieder blieb zwar in etwa konstant, verschob sich aber zu immer mehr passiven Mitgliedern.
 
Der Verein organisiert für die Mitglieder Informationsveranstaltungen, Weiterbildungen, Informationsfahrten und führt Öffentlichkeitsarbeit, wie z.B. am Tag des offenen Hofes bei Fam. Boekhoff in Bentstreek, durch. Auch wird die Teilnahme an Protestveranstaltungen vom Zweigverein organisiert.
 
Der landwirtschaftliche Zweigverein Marx - Bentstreek ist dem Landwirtschaftlichen Hauptverein in Wittmund angegliedert.
 
Die Zukunft der landwirtschaftlichen Betriebe, hängt auch von einer starken Berufsvertretung ab. Darin sieht auch der Zweigverein Marx - Bentstreek seine Hauptaufgabe.
 
 
 

(Aktueller Vorstand: Es fehlen J. Hansjürgens und H. Schoon)



F.d.R.; Diedrich Rogge, Bentstreek
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 


Landfrauenverein Bentstreek und Umgebung

 
 
Der Landfrauenverein Bentstreek und Umgebung wurde am 08. November 1967 gegründet.
 
Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:
 
1.Vorsitzende Betty Schwarz
stellvertretende Vorsitzende Alma Franzen
Schrift- und Kassenführerin Hilde Gahl
 
Leider verstarb die erste Vorsitzende Betty Schwarz am 04.02.1970. Ihre Nachfolgerin wurde Hilde Gahl, die über 14 Jahre für den Verein tätig war. Als Hilde Gahl die Vereinsarbeit 1984 aus gesundheitlichen Gründen niederlegte, übernahm Eva Grüßing das „Ruder“.

 

 
 
 


Hintere Reihe :Jutta Heinen,Käthe Schoon, Linda Carstens
Vordere Reihe: Karin Harms, Eva Grüßing
 
 
 
Heute gehören dem Verein 100 Frauen aus Bentstreek und Umgebung an. Geführt wird der Verein von einem fünfköpfigen Vorstand und dem Festausschuss. Dazu gehören noch die Ortsfrauen, die je eine Gruppe betreuen.
Im Vordergrund des Vereinsleben stehen die monatlichen Informationsveranstaltungen zu vielerlei Themen. Neben den Veranstaltungen aus den Bereichen Gesundheit, Hauswirtschaft und Ernährung beschäftigen sich die Damen mit Themen wie z.B. „Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“, „Jedes Kind braucht Regeln und kann sie lernen“ oder „Erzählungen aus dem ländlichen Raum“.
 
Aber auch das gesellige Vereinsleben kommt nicht zu kurz. Eine 4-Tagesfahrt und das Jahresfest mit Snirtjebraten-Essen gehören zum festen Jahresprogramm.
Besichtigungsfahrten, eine alljährlich stattfindende Fahrradtour, sowie eine Adventsfeier runden die vielfältigen Aktivitäten ab.
 
Besonders zu erwähnen ist, dass die Landfrauen mit dem Landfrauen-Cafe, wo immer leckere, selbstgebackene Torten angeboten werden, an vielen Veranstaltungen in der Gemeinde teilnehmen. Die Ferienpassaktion „Kochen mit Kindern“, sowie die „Lesenacht“ mit Übernachtung im Heu wurden von den Landfrauen organisiert.
 
So sieht unsere Landfrauenarbeit aus. Wer aber nun der Meinung ist, der Landfrauenverein bestehe aus einem „Haufen kakelnder Frauen“ ist herzlich eingeladen, einmal unverbindlich an einer Veranstaltung teilzunehmen, zumal wir für jedes neue Mitglied dankbar sind. 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Freiwillige Feuerwehr Marx.
 
Die Ortsfeuerwehr Marx betreut im Süden der Gemeinde Friedeburg ein Einsatzgebiet von ca. 4653 ha. Unser Einsatzgebiet erstreckt sich im Osten mit der Ortschaft Barge bis zur Kreisgrenze Friesland, im Süden mit der Ortschaft Bentstreek  bis zur Kreisgrenze Leer und im Westen bis zum Ortsteil Hopels zur Kreisgrenze Aurich. Im Norden grenzt unser Ortsteil Strudden an unseren Gemeindesitz Friedeburg.

 Die Alarmierung zu den Einsätzen erfolgt zumeist über Funkmeldeempfang, nur bei größeren Schadenslagen wird noch Sirenenalarm ausgelöst.

Zurzeit haben wir insgesamt 31 aktive Mitglieder, davon zwei weibliche mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren. Zu den Schwerpunkten gehören die Bundesstraße B 437,die Landesstraße L 18, der Gewerbepark, die Sandindustrieansiedlung Barge, der Hopelser Wald mit ca. 800 ha Fläche, ein Segelflugzeugbauer und einige größere landwirtschaftliche Betriebe. Jedes Jahr sind 15 Bohrbrunnen, 83 Hydranten und drei Löschteiche zu überprüfen. 
 



 
 
 
 
 
Chronik der Jugendfeuerwehr Marx
 

Im Jahre 1971 konnte die Freiwillige Feuerwehr Marx einige große Ereignisse verzeichnen, so wurde am 17. April 1971 das neue Feuerwehrhaus an der Hopelserstraße eingeweiht. Ein lang ersehnter Wunsch ging so in Erfüllung. Lang genug mussten sich die Feuerwehrmänner mit dem alten Gebäude zufrieden geben, das nicht mehr als ein Behelf war.
 
Als zweites besonderes Ereignis des Jahres 1971 galt die Gründung der Jugendabteilung.
Mit der Wahl von Julius Reiners zum Jugendfeuerwehrwart haben die Kameraden einen sicher guten Griff getan, in seiner ruhigen und sachlichen und bestimmten Art ging er gut mit dem Nachwuchs um.
Am Ende des Jahres hatten wir 12 Jungen in  der Jugendfeuerwehr.

Zitat aus einem Jahresbericht von Bürgermeister Theodor  Behrends:
Er ging kurz auf die bevorstehende Gemeindereform ein und erläuterte welche Auswirkungen sie auf das Gemeindeleben sowie auf unsere Wehr haben könnte,
er freute sich deshalb besonders, dass es unserer Wehr gelungen ist, eine Jugendfeuerwehr zu gründen, denn eine Wehr ohne Nachwuchs ist dem Tode geweiht und deshalb hat die Gemeinde alles getan, um unseren jungen Nachwuchs mit den erforderlichen auszustatten. -
Wir sind stolz auf unsere Jugendfeuerwehr, denn schließlich kommt unser jetziger Ortbrandmeister auch aus der Jugendfeuerwehr.

Nach heutigem Stand sind wir 16 Jugendfeuerwehrmitglieder und 1 Ortsjugendfeuerwehrwart Bernd Hollje  1 stv. Ortsjugendfeuerwehrwart “„ Gerold Harms und Betreuer Sebastian Arians, Barbara Heykes
Gemeindejugendfeuerwehrwart Bernd Hollje.

Wir halten unseren Dienst vierzehntägig immer dienstags ab, Besucher und neue Mitglieder sind immer herzlich willkommen.
 
 
       
   
  
   



    
   
 
       
  

 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Jagdgenossenschaft
 
 
Vor 75 Jahren verteilte die Regierung Aurich die Fläche der heutigen Ortschaft Bentstreek an Landwirte. Das gesamte Gebiet umfasst ca. 1.260 Hektar. Neben der nun folgenden Nutzung der Flächen durch Landwirte, mussten auch die Jagdrechte geregelt werden.
 
Von 1931 – 1952 wurde die Jagd von der Gutsverwaltung Friedeburger Wiesmoor (Bentstreek) ausgeübt und die Jagderlöse direkt von dieser vereinnahmt.
 
Ca. 545 ha blieben fiskalischer Eigenjagdbezirk, die restlichen 715 ha Gemeindejagdbezirk wurden am 10.05.1952 an den Regierungsangestellten Piening verpachtet. Parallel dazu ging das Jagdausübungsrecht in Bentstreek auf eine Jagdgenossenschaft über. Genosse wurde jeder Landeigentümer in Bentstreek mit einem Eigenflächenanteil von über einem Hektar, also überwiegend Landwirte. Herr Piening war bis 1973 Pächter des Jagdgebietes. Das von ihm gezahlte Jagdgeld wurde in der damals noch bestehenden Gemeinde Bentstreek z.B. für den Wegebau verwendet.
 
Ab 1973 beschloss die Jagdgenossenschaft, das Jagdgebiet an die Bentstreeker Jäger zu verpachten. Von diesem Jahr an sollte jeder Jagdgenosse sein Jagdgeld ausgezahlt bekommen. Durch Gemeinschaftsbeschluss der Genossen wurden aber im Folgenden die Erlöse der Jagdjahre 1972/73 für die Einfriedung des Friedhofs in Bentstreek , 1979/80 für die Anschaffung einer Orgel in der Friedhofskapelle sowie 1990 ein Betrag von DM 1000 für die Gestaltung der Fläche beim Gedenkstein gestiftet.
 
Die Bentstreeker Jäger sind heute noch Pächter des gemeinschaftlichen Jagdbezirkes Bentstreek
 

 
 
 
 
 
 


Von links nach rechts :
Herbert Weidhüner, Johann ter Vehn, Heinz Boekhoff, Joachim Karsjens, Hermann Boekhoff, Hugo Janßen, Eckhard ter Vehn, Julius Leenders 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wasser und Bodenverband
 
 
 
Am 2.Juli1957 erfolgte eine Einladung zur Gründung eines Wasser- und Bodenverbandes Bentstreek durch den damaligen Regierungspräsidenten Beutz .
 
Die Gründung des Verbandes erfolgte dann am 3.Dez. 1957 durch den Oberkreisdirektor Strauß.
 
Eingeladen wurden alle Landeigentümer oder deren Vertreter aus Bentstreek.
Landeigentümer oder deren Vertreter einer Fläche von insgesamt188 ha waren nicht anwesend, oder enthielten sich der Stimme.
Es folgte dann die Bildung des ersten Ausschusses. Vorgeschlagen und einstimmig gewählt wurden:
 
Rindert Post
Heinrich Bruns
Georg Schoon
Harm Kruse
Johann Janssen
Friedrich Wünsche
Diedrich Röseler
Harm Grohn
Cornelius Eilers
Gerold Harms
 
Für den Fall, das Ausschussmitglieder in den Vorstand gewählt worden wären, wurden als Vertreter gewählt:

Hans Wiemken
Erwin Lenz
Reinhard Nannen
Hinrich Renken
Heiko Leors
Lambertus Gerdes
Jakob Madena
Hinrich Nannen
Arnold Rogge
Josef Lawecki
 
 
 
 


Am 7.Jan. 1958 wurde dann auf Einladung des Oberkreisdirektors Strauß die Wahl zum 1.Vorstand des Wasser- und Bodenverbandes Bentstreek durchgeführt.
 
Verbandsvorsteher wurde Harm Grohn
Stellvertreter Rindert Post
 
Vorstandsmitglieder wurden Bürgermeister Hermann Boekhoff und die Landwirte Cornelius Eilers und Johann Janssen.
 
Der neue Ausschuss setzte sich nunmehr wie folgt zusammen:
 
Hans Wiemken
Heinrich Bruns
Georg Schoon
Harm Kruse
Heiko Leors
Friedrich Wünsche
Diedrich Röseler
Hinrich Nannen
Arnold Rogge
Gerold Harms.
 
Die Aufgaben und Pflichten des Wasser- und Bodenverbandes Bentstreek bestehen darin, die anfallenden Niederschläge zu kanalisieren und die Entwässerung der Ländereien zu gewährleisten, was Dank der in den Jahren 1955 bis 1957 neuerstellten Gräben II. u. III Ordnung mit insgesamt einer Fläche von 13,38.67 ha, auch gut gelungen ist.
 
Weiterhin hat der Verband die Aufgabe, an Landverbesserungen mitzuwirken bzw. die Federführung bei Arbeiten wie Tiefkultur, Flachumbruch und Dränagemaßnahmen zu übernehmen.
Mit der Gründung wurden dem Verband auch die Windschutzstreifen in einer Größe von 9 ha übereignet.
Zwischenzeitlich hatten sich auch die Landwirte, die in der Gründungsversammlung nicht anwesend waren, bzw. sich der Stimme enthalten hatten, dem Verband angeschlossen.
 
Ab 1961 begann der Verband in Zusammenarbeit mit den Landwirten und der Landbauaussenstelle Wittmund Tiefpflugmaßnahmen durchzuführen, an denen sich ab den 7o-ziger Jahren auch die Sielacht Stickhausen beteiligte.
 
Bis 1984 wurden ungefähr 85o ha tiefgepflügt.
 
Hier muss einmal den Landwirten eine große Hochachtung ausgesprochen werden, die mit mindestens 5o bis 7o % an Eigenleistung ein gewaltiges Kapital erbracht haben.
Zur selben Zeit mussten noch etliche Abschnitte der Windschutzstreifen, größtenteils bestehend aus Sitkafichten, abgeholzt und durch Neuaufforstungen wieder hergestellt werden .
 
 
 
Die Instandhaltung und Reinigung der Gräben obliegt grundsätzlich dem Verband.
Nach einigen Jahren entschloss sich der Vorstand, die Gräben II. Ordnung ( ca. 23 km) der Sielacht Stickhausen zur Instandhaltung und Reinigung gegen Entgelt anzubieten. Die Gewässer III. Ordnung (ca. 16 km ) wurden und werden größtenteils von den Mitgliedern des Verbandes in Eigenleistung gereinigt.
 
 
 
Dem Wasser- und Bodenverband Bentstreek sind zurzeit 13o Mitglieder angeschlossen.
Alle 5 Jahre werden der Vorstand, der Ausschuss, der Rechnungsführer und die Schaubeauftragten gewählt.
Bei der Wahl im März 1978 wurde Heinrich Boekhoff zum Verbandsvorsteher gewählt. Zuvor war er schon zwei Jahre als Stellvertreter des Verbandsvorstehers H. Grohn tätig gewesen, da dieser aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage war, die Aufgabe zu bewältigen.
Verbandsrechner war seit Gründung Heinrich Renken. Bedingt durch seinen plötzlichen Tod im August 1993, wurde ab September der damalige Stellvertreter Richard Müller zum Verbandsrechner gewählt.
 
Der Vorstand besteht aus 5 Mitgliedern, wobei die 4 Beisitzer ehrenamtlich tätig sind, ebenso der Ausschuss, der sich aus 1o Mitgliedern zusammen setzt.
Lediglich der Verbandsvorsteher und der Verbandsrechner werden in ihrer Arbeit finanziell unterstützt.
 
Verbandsvorsteher seit 1998 ist
 
Günter M. Lenz aus Wiesmoor
 
 
Verbandsrechner seit 1993 ist
 
Richard Müller aus Bentstreek
 
Gemäß § 1oo des Niedersächsischen Wassergesetzes ist jeder Eigentümer oder Erbbauberechtigter automatisch Verbandsmitglied.
Die Verbandsmitglieder haben dem Verband die Beiträge zu leisten, die zur Erfüllung seiner Aufgaben und Verbindlichkeiten und zu einer ordentlichen Haushaltsführung erforderlich sind.
Der vom Verbandsausschuss beschlossene Haushaltsplan mit den entsprechenden
Beitragshebesätzen ist Grundlage für die Beitragshebung.
 
 
 
Der Verbandsvorsteher des Wasser- und Bodenverbandes Bentstreek lädt alle Vorstands- und Ausschussmitglieder mindestens zweimal im Jahr zu einer Versammlung ein.
Die Jahreshauptversammlung, die im Frühjahr stattfindet, dient der Ermittlung des Beitragshebesatzes, der Jahresrechnung des Vorjahres, der Berichterstattung der Kassenprüfer und der Entlastung des gesamten Vorstandes und des Rechnungsführers.
Die zweite Versammlung findet nach Bedarf, spätestens aber im Herbst statt.
Weiterhin ist der Verband verpflichtet, eine Mitgliederversammlung abzuhalten, wenn diese gefordert wird. 
 
 
 
 
 


Von links nach rechts:
 
hintere Reihe : Gerold Heiken, Gerhard Beekmann, Fritz Wünsche, Harald Renken, Heinz Goesmann, Albert Frerichs, Diedrich Rogge
 
mittlere Reihe: Heinrich Krull, Bernhard Ucker, Gerhard Reinders, Gerhard Weber, Günter Ferdinand
 
vordere Reihe: Heinrich Boekhoff, Johann Janssen, Günter Lenz, Richard Müller